Die Stulle Carmerstrasse 10, 10623 Berlin Charlottenburg
Tel. 030 31179403
Montag & Donnerstag bis Sonntag 9-17:30 Uhr

Die Stulle Carmerstrasse 10, 10623 Berlin Charlottenburg
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Das Wichtigste in Kürze
Ein Frühstück ist so gut wie der Kaffee, der danebensteht. Das ist keine Floskel, sondern eine unangenehme Wahrheit für jede Küche: Man kann monatelang an einem Sauerteig arbeiten und alles mit einer schlecht extrahierten Tasse wieder einreißen.
Deshalb haben wir die Frage nicht selbst beantwortet, sondern an Leute abgegeben, die nichts anderes tun. Wir arbeiten mit Bonanza Coffee Roasters zusammen, einer Berliner Rösterei, die seit 2006 für Specialty Coffee auf höchstem Niveau steht. Dieser Text erklärt, was das konkret bedeutet – und was Du davon in der Tasse merkst.
Ein Begriff mit Definition, nicht nur mit Marketing
Anders als „Premium“ oder „Gourmet“ ist Specialty Coffee kein freies Wort. Er bezeichnet Rohkaffee, der in einer standardisierten Verkostung mindestens achtzig von hundert Punkten erreicht. Bewertet werden Aroma, Säure, Körper, Süße, Nachgeschmack und die Abwesenheit von Fehlern. Kaffee darunter ist Commodity-Ware und wird an der Börse gehandelt wie ein Rohstoff.
Der zweite Teil der Definition ist die Rückverfolgbarkeit. Bei Specialty Coffee ist bekannt, von welcher Farm, welcher Höhenlage und welcher Ernte die Bohne stammt. Das ist nicht nur Romantik – es ist die Voraussetzung dafür, dass ein Röster überhaupt gezielt arbeiten kann.
Dunkel rösten kann jeder. Hell rösten kann nur, wer sich seiner Bohne sicher ist.
Belege
seit 2006
röstet Bonanza in Berlin Specialty Coffee – unser Partner in der Tasse
80 von 100 Punkten
Die Schwelle, ab der Rohkaffee überhaupt Specialty Coffee heißen darf. Anders als „Premium“ ist der Begriff definiert und nicht frei verwendbar.
Rückverfolgbar bis zur Farm
Herkunft ist Teil der Definition, nicht ein Zusatz auf der Packung.
Flat White oder Cappuccino
Flat White: weniger Milch, feinerer Schaum – unsere Empfehlung, wenn Du Milch magst, den Kaffee aber trotzdem schmecken willst.
Heller Filter zum Kuchen
Zu Süßem passt Säure besser als Bitterkeit. Ein heller Filterkaffee zu unserem Apfelkuchen funktioniert deutlich besser als ein dunkler Espresso.
Öffentlich nachprüfbar: 4,4 von 5 Sternen bei über 1.700 Google-Bewertungen (Stand: September 2026). Alle Gerichte und Preise stehen auf unseren Speisekarten.
Und warum der Kaffee dann anders schmeckt
Bonanza röstet so schonend und hell wie möglich – nach dem eigenen Anspruch, unnötig gut zu sein. Der Gedanke dahinter ist einfach: Je länger und dunkler eine Bohne geröstet wird, desto mehr Röstaromen entstehen und desto weniger bleibt vom Charakter des Ursprungs übrig. Ganz dunkel geröstet schmeckt jeder Kaffee irgendwann gleich – nämlich nach Röstung.
Helle Röstung bewahrt dagegen die Säure, die Süße und die fruchtigen oder blumigen Noten der Kaffeekirsche. Das Ergebnis ist ein klarer, reiner Geschmack ohne Bitterkeit. Für viele ist das beim ersten Mal ungewohnt, weil wir jahrzehntelang gelernt haben, dass Kaffee bitter zu schmecken hat.
| Merkmal | Dunkle Röstung | Helle Röstung |
|---|---|---|
| Dominanter Eindruck | Röstaromen, Bitterkeit, Schokolade | Ursprungscharakter, Frucht, Süße |
| Säure | Weitgehend abgebaut | Deutlich vorhanden, als Lebendigkeit wahrnehmbar |
| Fehlertoleranz | Hoch – Röstung überdeckt Mängel | Niedrig – jeder Fehler im Rohkaffee ist schmeckbar |
| Mit Milch | Setzt sich kräftig durch | Braucht die richtige Milch, um nicht überdeckt zu werden |
| Nachgeschmack | Trocken, manchmal aschig | Lang, süßlich, sauber |
Warum wir das beurteilen können
Ein Frühstückscafé muss sich nicht für Röstprofile interessieren. Wir tun es trotzdem, weil der Kaffee bei uns nicht die Beilage zum Essen ist, sondern für viele Gäste der Grund, überhaupt zu kommen.
Deshalb kaufen wir nicht die günstigste Bohne, sondern arbeiten mit einer Rösterei, deren Arbeit wir nachvollziehen können. Und deshalb schäumen wir Pflanzenmilch mit derselben Sorgfalt wie Kuhmilch – ein Hafer-Cappuccino ist bei uns kein Ersatzprodukt.
Was wir nicht behaupten: dass helle Röstung die einzig richtige ist. Wer es kräftig und dunkel mag, wird bei uns nicht glücklicher als anderswo. Wir sagen nur ehrlich, wofür diese Tasse gemacht ist.
Autor
die Stulle – Lecker Essen Manufaktur, Carmerstraße 10, 10623 Berlin-Charlottenburg. Wir backen unser Sauerteigbrot selbst, stellen Cremes, Dips und Granola in der eigenen Küche her und arbeiten für glutenfreie Backwaren mit der Maisterei zusammen. Was hier steht, kommt aus dem täglichen Betrieb – nicht aus einer Pressemappe.
Praktische Orientierung
Die konzentrierteste Form. Bei heller Röstung schmeckst Du hier am deutlichsten, woher die Bohne kommt. Wenn Dir Espresso sonst zu bitter ist, probier ihn genau einmal in dieser Form.
Weniger Milch als der Cappuccino, dafür feinerer Schaum. Unsere Empfehlung, wenn Du Milch magst, den Kaffee aber trotzdem schmecken willst.
Der Klassiker. Mehr Schaumvolumen, milder. Funktioniert mit heller Röstung sehr gut, solange die Milch nicht zu heiß geschäumt wird.
Viel Milch, wenig Kaffeecharakter. Wer den Ursprung schmecken will, ist hier falsch – wer eine warme, milde Tasse zum Frühstück will, genau richtig.
Zu Unrecht als Kantinengetränk verschrien. Handgebrüht ist er die transparenteste Zubereitung überhaupt: dünner im Körper, klarer im Aroma, ideal zum Kennenlernen einer Bohne.
Zu Süßem passt Säure besser als Bitterkeit. Ein heller Filterkaffee zu unserem Apfelkuchen funktioniert deutlich besser als ein dunkler Espresso.
Drei Minuten, kein Fachvokabular nötig
Warum manche Kombination flockt
Helle Röstungen haben mehr Säure, und Säure ist der Grund, warum manche Pflanzendrinks im Cappuccino ausflocken. Das ist kein Qualitätsmangel des Drinks, sondern schlichte Chemie – hilft aber niemandem, wenn es in der Tasse passiert.
| Milch | Verhalten | Empfehlung |
|---|---|---|
| Kuhmilch | Unproblematisch, cremig | Der Standard, mit dem alles funktioniert |
| Hafer (Barista) | Stabil, leicht süßlich | Die beste pflanzliche Wahl für Flat White und Cappuccino |
| Soja (Barista) | Sehr guter Schaum, säureempfindlich | Gut, wenn zügig und nicht zu heiß zusammengeführt |
| Mandel | Dünner Schaum, flockt am ehesten | Besser im Filterkaffee oder kalt |
Sollte es bei uns doch einmal passieren, machen wir den Kaffee neu. Ohne Diskussion und ohne dass Du fragen musst.
Ein guter Morgen beginnt mit exzellentem Kaffee.
Karte ansehenFAQ Kaffee
Rohkaffee, der in einer standardisierten Verkostung mindestens achtzig von hundert Punkten erreicht und dessen Herkunft bis zur Farm rückverfolgbar ist. Anders als „Premium“ ist der Begriff definiert und nicht frei verwendbar.
Weil die Säure der Kaffeekirsche beim Rösten erhalten bleibt, statt von Röstaromen überdeckt zu werden. Diese Säure ist kein Fehler, sondern der Grund, warum der Kaffee klar und süßlich statt bitter schmeckt.
Wir arbeiten mit Bonanza Coffee Roasters aus Berlin zusammen, die seit 2006 für Specialty Coffee stehen und so hell und schonend wie möglich rösten.
Hafer in Barista-Qualität ist mit heller Röstung am stabilsten und cremigsten. Soja funktioniert ebenfalls gut, Mandel flockt am ehesten und passt besser in Filterkaffee.
Probier einen Espresso aus heller Röstung oder einen handgebrühten Filterkaffee. Beide zeigen die süßen und fruchtigen Seiten des Kaffees, die dunkle Röstungen überdecken.
Bei uns in der Carmerstraße 10 am Savignyplatz, montags sowie donnerstags bis sonntags von 9.00 bis 17.30 Uhr.
Am besten probierst Du es einfach.
Tisch reservierenSag uns, was Du sonst trinkst – wir empfehlen Dir die Tasse, die am ehesten zeigt, worum es bei heller Röstung geht.
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die Stulle, Carmerstraße 10, 10623 Berlin-Charlottenburg · Mo, Do–So 9:00–17:30 Uhr · Dienstag & Mittwoch Ruhetag · Tel. +49 30 31179403
