Die Stulle Carmerstrasse 10, 10623 Berlin Charlottenburg
Tel. 030 31179403
Montag & Donnerstag bis Sonntag 9-17:30 Uhr

Die Stulle Carmerstrasse 10, 10623 Berlin Charlottenburg
Tel. 030 31179403
Montag & Donnerstag bis Sonntag 9-17:30 Uhr
Das Wichtigste in Kürze
Es gibt Plätze in Berlin, die man gesehen haben muss, und es gibt Plätze, an denen man bleibt. Der Savignyplatz gehört eindeutig zur zweiten Sorte. Er steht in keinem Reiseführer weit oben, hat kein Denkmal, keine Aussichtsplattform und keine Schlange davor. Er hat stattdessen zwei Grünflächen, eine S-Bahn-Trasse mit gemauerten Bögen, ein paar Buchhandlungen und mehr gute Cafés pro Quadratmeter als fast jeder andere Ort der Stadt.
Wir sind seit Jahren in der Carmerstraße 10, wenige Schritte vom Platz. Dieser Guide ist der Versuch, den Kiez so zu beschreiben, wie er tatsächlich funktioniert – nach Uhrzeiten, nicht nach Kategorien.
Von der Stadterweiterung zur City West
Der Platz trägt den Namen von Friedrich Carl von Savigny, einem Juristen des 19. Jahrhunderts – was schon einiges über den bürgerlichen Charakter der Gegend verrät. Angelegt wurde er im Zuge der Charlottenburger Stadterweiterung, als aus einer Residenzstadt vor den Toren Berlins ein eigenes urbanes Zentrum wurde.
Prägend sind bis heute die Bögen der Stadtbahn, die den Platz in zwei Hälften teilen. Was anderswo eine Barriere wäre, ist hier zur Adresse geworden: In den gemauerten Bögen sitzen Läden, Weinhandlungen und Lokale. In den Achtzigern und Neunzigern war der Savignyplatz das Zentrum der West-Berliner Abendgesellschaft. Diese Rolle hat sich verschoben, der Charakter nicht.
Der Savignyplatz ist kein Ort, an dem etwas passiert. Er ist ein Ort, an dem man sitzt, während anderswo etwas passiert.
Belege
2 Minuten
vom S-Bahnhof Savignyplatz bis zu uns in die Carmerstraße 10
Carmerstraße
Ruhige Wohnstraße mit gastronomischem Kern, direkt nördlich des Platzes. Weniger Durchgangsverkehr als an der Kantstraße, dafür mehr Nachbarschaft.
Knesebeckstraße
Verbindet Platz und Ku’damm. Buchhandlungen, kleine Läden, ein paar der ruhigeren Cafés des Viertels.
Bleibtreustraße
Boutiquen und Galerien – eine der hübschesten Straßen der Gegend zum Spazieren.
Herbst am Platz
Unsere liebste Jahreszeit hier: Laub auf den Grünflächen, Apfelzeit, Kürbis auf der Karte. Der Platz wird ruhiger und dadurch schöner.
Öffentlich nachprüfbar: 4,4 von 5 Sternen bei über 1.700 Google-Bewertungen (Stand: September 2026). Alle Gerichte und Preise stehen auf unseren Speisekarten.
Ein Stundenplan
| Uhrzeit | Was hier gerade läuft |
|---|---|
| 8.00 – 9.30 | Der Platz gehört den Anwohnern und Pendlern. Die S-Bahn taktet dicht, die Cafés öffnen, es ist erstaunlich leise. Beste Zeit für ein Frühstück ohne Wartezeit. |
| 9.30 – 11.30 | Die Frühstückszeit füllt sich. Wer zu zweit oder zu viert kommt, sollte spätestens jetzt reserviert haben – vor allem am Wochenende. |
| 11.30 – 14.00 | Lunchbetrieb. Anwohner, Angestellte aus der Umgebung und Gäste mischen sich. Die Terrassen füllen sich zuerst. |
| 14.00 – 16.00 | Die ruhigste und schönste Zeit. Kaffee und Kuchen, Zeitung, Laptop. Wenn Du den Platz kennenlernen willst, komm jetzt. |
| 16.00 – 18.00 | Buchhandlungen und Läden in den S-Bahnbögen. Ein guter Zeitpunkt zum Stöbern, bevor der Abendbetrieb beginnt. |
| ab 18.00 | Der Platz wechselt die Rolle: Weinstuben, Restaurants, Bars. Wir haben dann schon geschlossen – unsere Küche gehört dem Morgen. |
Warum wir das beurteilen können
Dieser Guide ist nicht recherchiert, sondern gelaufen. Wir stehen seit Jahren in der Carmerstraße 10 und sehen den Platz jeden Tag: wann er voll ist, wann er leer ist, welche Straße im Frühling zuerst Sonne bekommt und wo man im Winter noch draußen sitzen kann.
Deshalb stehen hier auch Dinge, die in Reiseführern fehlen – etwa dass ein Fensterplatz im Sommer nicht automatisch der beste ist, oder dass der Platz nach 14 Uhr eine andere Stadt ist als um zwölf.
Wir empfehlen bewusst auch Orte, die nicht uns gehören. Ein Kiez, in dem nur ein Laden gut ist, wäre kein guter Kiez.
Autor
die Stulle – Lecker Essen Manufaktur, Carmerstraße 10, 10623 Berlin-Charlottenburg. Wir backen unser Sauerteigbrot selbst, stellen Cremes, Dips und Granola in der eigenen Küche her und arbeiten für glutenfreie Backwaren mit der Maisterei zusammen. Was hier steht, kommt aus dem täglichen Betrieb – nicht aus einer Pressemappe.
Was Du wo findest
Ruhige Wohnstraße mit gastronomischem Kern, direkt nördlich des Platzes. Hier sind wir zu Hause, Hausnummer 10. Weniger Durchgangsverkehr als an der Kantstraße, dafür mehr Nachbarschaft.
Die Hauptschlagader des Kiezes. Cafés, asiatische Küche in bemerkenswerter Dichte, Möbelhäuser, Verkehr. Laut, lebendig, unverzichtbar.
Verbindet Platz und Ku’damm. Buchhandlungen, kleine Läden, ein paar der ruhigeren Cafés des Viertels.
Boutiquen und Galerien, eine der hübschesten Straßen der Gegend zum Spazieren.
Unter der Trasse: Buchhandlungen, Weinhandel, Lokale. Der Bücherbogen ist eine Institution für Kunst- und Architekturbücher.
Universitätsnähe, dadurch tagsüber jüngeres Publikum und die realistischste Chance auf einen Parkplatz.
Worauf es hier ankommt
Kein anderer Berliner Platz hat eine so hohe Dichte an Frühstücksadressen. Das ist Segen und Problem zugleich: Die Auswahl ist groß, die Qualitätsunterschiede auch. Drei Dinge trennen hier die guten von den beliebigen Häusern – eigenes Brot, eine Karte, die mit der Saison wechselt, und Kaffee, der nicht bitter schmeckt.
Bei uns bedeutet das: hausgemachter Sauerteig mit langer Gehzeit, wöchentlich wechselnde Stullen und Bowls, Kaffee von Bonanza Coffee Roasters und nahezu die komplette Karte glutenfrei. Wenn Du tiefer einsteigen willst, haben wir dem Thema einen eigenen Text gewidmet.
Der ausführliche Guide zum Frühstück im Bezirk
Frühstück in CharlottenburgAnfahrt, Parken, Barrierefreiheit
Was sich mit den Jahreszeiten ändert
Die Terrassen öffnen, die Platanen treiben aus, alles drängt nach draußen. Grüner Spargel und junges Gemüse tauchen auf den Karten auf. Die schönste Zeit am Platz.
Voll und laut, in der guten Variante. Wer Ruhe sucht, kommt früh oder nach 14 Uhr. Abends sitzen die Leute bis in die Dunkelheit draußen.
Unsere liebste Jahreszeit hier: Laub auf den Grünflächen, Apfelzeit, Kürbis auf der Karte. Der Platz wird ruhiger und dadurch schöner.
Der Kiez zieht sich nach innen zurück. Wer eine Ganzjahresterrasse hat – wie wir –, sitzt trotzdem draußen. Kaffee, Kuchen, kurze Tage.
FAQ
Rund um den Platz liegt eine der höchsten Frühstücksdichten Berlins. Wir sind in der Carmerstraße 10, wenige Schritte nördlich – mit hausgemachtem Sauerteig, wöchentlich wechselnder Karte und nahezu vollständig glutenfreiem Angebot.
Am einfachsten mit der S-Bahn: S Savignyplatz wird von den Linien S3, S5, S7 und S9 bedient. Alternativ U Uhlandstraße (U1) oder U Ernst-Reuter-Platz (U2), jeweils etwa acht Minuten zu Fuß.
Nur eingeschränkt. Im gesamten Kiez gilt Parkraumbewirtschaftung. Am ehesten wirst Du in den Seitenstraßen Richtung Steinplatz oder in den Parkhäusern am Ku’damm fündig.
Die Mischung. Eine S-Bahn-Trasse mit gemauerten Bögen teilt den Platz, darin sitzen Buchhandlungen und Läden. Ringsum liegt eine Gastronomiedichte, die es sonst in Berlin kaum gibt – und trotzdem ist es ein Wohnviertel geblieben.
Wenn Du die City West sehen willst: ja. Der Platz liegt zwischen Ku’damm, Zoologischem Garten und Schloss Charlottenburg und ist der angenehmste Ort in dieser Ecke, um eine Pause zu machen.
Werktags zwischen 14 und 16 Uhr. Am Wochenende früh, also vor 10 Uhr.
Wir sind ein paar Schritte vom Platz entfernt – Carmerstraße 10.
Tisch reservierenWer den Savignyplatz kennenlernen will, sollte morgens anfangen. Reservieren lohnt sich vor allem am Wochenende.
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die Stulle, Carmerstraße 10, 10623 Berlin-Charlottenburg · Mo, Do–So 9:00–17:30 Uhr · Dienstag & Mittwoch Ruhetag · Tel. +49 30 31179403
